Wir entwickeln eine robotische Plattform für die Durchsicht vertikaler Bienenstöcke. Sie soll:
- mehrere Beutenabschnitte anheben können, um schneller an das Brutnest zu gelangen
- mit eingebauten Kameras Fotos von Rähmchen aufnehmen; das manuelle Herausheben der Rähmchen ist dabei weiterhin vorgesehen
- Durchsichtsergebnisse in die Web-App hochladen
- auf Rädern transportierbar sein, sodass sie an verschiedenen Beuten eingesetzt werden kann
Die Hardware-Richtung wird in der englischen Engineering-Dokumentation zum robotischen Bienenstock verfolgt. Der Durchsichtsablauf hängt von den englischen Web-App-Funktionen Frame side management und Inspection management ab.
status: TRL 2
Überblick
Problemfokus
Von allen imkerlichen Problemen unterstützt dieses Produkt besonders bei:
- Beobachtbarkeit des Bienenvolks
- Eingriffsintensiven Durchsichten
- Körperlicher Arbeit
- Varroa- und anderen Befällen
- Alkoholwaschungen, bei denen Bienen getötet werden
- Völkern ohne Königin
- Völkern mit drohnenbrütiger Königin
- Unansehnlichen oder unpraktischen Beuten
- Dem schwierigen Einstieg in die Imkerei
Zielkunden
Eine robotische Durchsichtsplattform wird mehr als 2000 EUR kosten. Ihr Hauptwert liegt in der Digitalisierung und Organisation des Bienenstandszustands. Besonders passend wirkt sie für:
- Semi-professionelle Imker
- Stadtimker
- Corporate-Hive-Sponsorship-Programme
Präsident Alar Karis bei der Honigernte an den Beuten des Schlosses Kadriorg. (Foto: Office of the President) Ein Beispiel für eine mögliche ergänzende Markenwirkung.
Funktionen und Ideen
- Automatischer Zuckerwasser-Fütterer
- 6-Kanal-Audioüberwachung
- Client-App mit Benutzeroberfläche für manuellen Override
- Verbindung des Roboters mit der Web-App-UX
- Videoanalyse der Bienenpflege
- Klassifizierung der Bienenspezialisierung
- Audio-Schnittstelle, um mit Bienen zu kommunizieren
- Energieautonomie
- Beutenheizung und Lüftungssteuerung
- Mechanisches Schließen oder Verkleinern des Fluglochs bei Räuberei, Hornissenangriff oder starkem Wind
- Bodenscanning, bewegliche Bodeneinlage und Varroa-Zählung
- Robotische Rähmchen-Umsortierung, Einfügung, Isolation und Entnahme
- Automatische Säurebehandlung gegen Varroa
Nicht-funktionale Anforderungen
Die Entnahme soll erfolgen, ohne die Bienen unnötig zu stören, sie Witterung auszusetzen oder Menschen in der Nähe zu gefährden.
- Anpassbar an Rähmchen- und Beutengrößen der Kunden (Langstroth, Farrar, National usw.)
- Darf den menschlichen Bediener nicht verletzen
- Darf keine Bienen quetschen, unterkühlen oder durch Ritzen Räuberei und Angriffe begünstigen
- Soll Rähmchen lösen können, wenn Bienen sie mit Wachs verklebt haben
- Darf nicht durch Überhitzung, Sonne oder elektrische Verkabelung Feuer fangen
- Muss volle Honigrähmchen bewegen können (etwa 4 kg)
- Reparierbar und modular aufgebaut, idealerweise hot-swappable
- Offline-first: Daten sollen auch ohne Internet oder Cloud-Konto verfügbar sein
- Manuelle Vor-Ort-Kontrolle und sicherer Fallback bei Stromausfall
Prototyp
Der Prototyp besteht aus Aktuatoren zum Ein- und Ausfahren von Rähmchen, GPU und Kameras. Er befindet sich in einer sehr frühen Phase, da wir uns zuerst auf die Web-App und den Entrance Observer konzentrieren.